Eistauchen ein Paradies unter der Eisdecke

Tauchen  ist ein Ausflug in eine neue, oft auch unbekannte Welt, insbesondere das Eistauchen. Die Fragen dabei, die sich viele oft stellen: Ist es nicht zu gefährlich aufgrund der Eisdecke und den Temperaturen? Doch die Unterwasserwelt ist unter einer klaren Eisdecke einzigartig. Das Wasser ist klar, man hat gigantische Sichtweiten, da die Schwebeteilchen die normalerweise im Wasser sind, aufgrund der geschlossenen Eisdecke sich nach unten absenken. Und die Sonne, welche durch die Eisdecke scheint, bricht sich im Eis. Somit ergeben sich faszinierende Lichteffekte im klaren Wasser. Diese Faktoren begünstigen, dass die Unterwasserwelt in einem neuen Glanz erstrahlt. Ein kleines Paradies für mental starke Taucher. 

Der Abstieg erfolgt durch ein Loch in der Zentimeter-dicken Eisdecke, in eine unbekannte Welt. Die ausgeatmeten Luftblasen steigen unter die Eisdecke auf und sammeln sich in kleineren oder größeren Blasen, unter der Eisdecke. 

Einstiegsloch unter die Eisdecke

Dies ist kein Vergleich zu den Tauchgängen in wärmeren oder tropischen Gewässern. Die Möglichkeit jederzeit aufzutauchen, natürlich unter Einhaltung des Sicherheitsstopps, ist unter der Eisdecke nicht mehr gegeben. Dies bedeutet, dass ein Auftauchen nur über das Einstiegsloch erfolgen kann. Als Taucher ist einem das bewusst, sonst sollte man sich solchen Situationen nicht aussetzten. Daher ist ein wichtiger Aspekt, auch wenn die Eisdecke nicht so dick erscheint, sollte man trotzdem den Tauchgang mit einer Sicherungsleine durchführen. Viele Taucher denken, es sei kein Problem, man benötigt keine Sicherungsleine, wenn der Uferbereich nicht zugefroren ist. Aber dieses Verhalten begünstigt Tauchunfälle. Denn Unterwasser kann eine Eisdecke nicht so einfach durchbrochen werden, wie an der Oberfläche. Auch die Unterkühlung ist beim Eistauchen ein wichtiger Faktor. Deshalb muss die Ausrüstung dementsprechend angepasst sein. 

Die Ausrüstungskonfiguration für Tauchgänge unterm Eis, erscheint aufwendiger, als die für den normalen Sporttaucher.  Ein Trockentauchanzug, mit guter Passform und einem entsprechenden Trockentauchunterzieher sollten Voraussetzung für solch einen Tauchgang sein. Dieser soll den Körper des Tauchers möglichst lange warmhalten. Zudem sollte die Konfiguration der Atemregler als Backupsystem ausgeführt sein. Dies bedeutet, dass man zwei erste Stufen mit jeweils einer zweiten Stufe verwendet. Demnach empfiehlt sich eine Tauchflasche mit zwei Abgängen.Um ein vollständiges redundantes System zu verwenden, kann unter anderem ein Doppelgerät verwendet werden, welches die beiden Tauchflaschen über eine Brücke trennt. Dies stellt eine Möglichkeit für noch sicheres tauchen unter der Eisoberfläche dar. Weiters sind Sicherungsleinen und Signalleinen essenziell zum Eistauchen. Das Sicherungsseil dient zusätzlich als Absicherung, sodass der Taucher wieder zum Einstiegsloch zurückfindet. Die Signalleine wird zur Kommunikation zwischen Tauchern und Leinenführer/Signalmann verwendet, welcher sich an der Oberfläche befindet.  Die Leinensignale werden im Briefing den Teammitgliedern mitgeteilt, damit keine Unklarheiten auftreten. Auch Buddyleinen sollten fürs Eistauchen herangezogen werden.

Als zusätzliche Sicherheit wird beim Eistauchen ein Rettungstaucher herangezogen. Dieser steht für Notfälle bereit. Der Rettungstaucher ist vollständig in seiner Tauchausrüstung adjustiert und ist jederzeit bereit, dem Eistauchteam Unterwasser zu helfen, falls notwendig. Wenn das Notsignal über die Signalleine erkannt wird, taucht der Rettungstaucher mit einer eigenen Signalleine zu dem Eistauchteam, um ihnen zu helfen.

Das Wichtigste bei diesen Tauchgängen ist, dass eine spezielle und gute Ausbildung im Bereich des Eistauchens durchgeführt wird, bevor sich der Taucher unter die Eisoberfläche begibt, damit sich niemand unnötigen Gefahren aussetzt.

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