Winterzeit ist Wartungszeit!

In den Wintermonaten überkommt einem manchmal das Gefühl, als liege die Community im Dornröschenschlaf. Ab und zu fliegen einem Bilder, aus sonnigen Gebieten jener Länder, die gerade den Sommer feiern, aus dem Smartphone entgegen. Natürlich gibt es auch Einheimische, welche sich von der abwesenden Wärme nicht abschrecken lassen und alle anderen mit ihren Bildern in diversen Whatsappgruppen nerven. Dazu haben wir bereits einen Beitrag gemacht. Doch in der Regel rutscht der Tauchsport in der kalten Jahreszeit für viele in die Versenkung. Kann man machen, muss man aber nicht! Tauchsport ist nicht nur Tauchen allein…


4 Tipps, um den Tauchsport auch im Winter zu betreiben!

1. Servicierung der Atemregler

Wir alle geben für unser Hobby viel Geld aus. Meist greifen wir für ein erhöhtes Sicherheitsgefühl oder optische Ansprüche gerne mal tiefer in die Tasche. Doch auch das beste Ausrüstungsstück kann uns, ohne die richtige Wartung, im Stich lassen. Kurz und prägnant zur wichtigsten Frage: In welchem Intervall lasse ich den Service machen?
Wir ersparen uns, auf die endlosen Diskussionen in diversen Tauchforen einzugehen und geben euch stattdessen eine ganz klare Empfehlung ab:
Service der Luftversorgungsteile 1 Mal im Jahr oder nach ca. 100 Tauchgängen.
Ihr gebt diese einfach an den Fachmann eures Vertrauens und den sicheren Tauchgängen der nächsten Saison steht nichts mehr im Wege.


2. Reinigung und Lagerung der restlichen Ausrüstung

Bevor ihr euer ganzes Zeug über den Winter in den Keller oder den Dachboden werft, müsst ihr euch ganz sicher sein, dass alles sauber gewaschen und auch wirklich trocken ist!! Ansonsten erwacht euer Equipment bis ins Frühjahr zum Leben. Frankenstein lässt grüßen!

Neoprenanzüge waschen und aufbewahren

Neoprenanzüge sind wahre Keimstätten und sollten vor der Einlagerung einmal gründlich gewaschen werden. Hierzu kann man sie ganz einfach in die Waschmaschine geben, die Reisverschlüsse schließen und ab damit in die Trommel. Es gibt spezielle Neoprenreiniger, doch 2 bis 3 Tropfen einer Desinfektionsseife tun’s definitiv auch. Die Temperatur sollte 30°C nicht überschreiten und Schleudern ist absolut tabu! Danach den Anzug umdrehen und ohne Waschmittel nochmals durchspülen.
Wer der Waschmaschine nicht über den Weg traut, kann auch ganz einfach in der Badewanne die klassische Knetarbeit leisten.
Nach dem Waschen den Anzug einfach aufhängen. Wichtig: Der Kleiderbügel sollte eine möglichst breite Schulterauflage haben, um den Anzug auf die Dauer nicht zu beschädigen. Dann noch Manschetten pudern ggf. den Reisverschluss wachsen oder mit Silikon verwöhnen und fertig!

Neoprentrockentauchanzug mit Belüftung

Das Jacket sollte ein Mal gründlich auf mögliche Defekte geprüft, gewaschen und dann natürlich getrocknet werden! Danach einfach auf einen Kleiderbügel oder in eine Kiste geben.

Die Akkus und Batterien euer Ausrüstung solltet ihr separat lagern. Diese können in den Lampen etc. ansonsten auslaufen und eure Ausrüstung unter Umständen beschädigen.

All die Kleinteile und sonstigen Gegenstände verstaut ihr am besten in Kisten mit Deckel, um zu verhindern, dass sich Staub auf eure Sachen legt.

Alle Klein- und Ersatzteile beschriftet und staubsicher verstaut!
Euroboxen mit Deckel zu praktischen Verwahrung der Ausrüstung!

Falls ihr eigene Tauchflaschen besitzt, lagert diese nicht liegend und immer mit genügend Restdruck, damit sich keine Feuchtigkeit in euer System einschleicht. Sie sollten aber jedenfalls gegen Umfallen gesichert sein!

Kleiner Tipp am Rande!
Lagert eure Ausrüstung nicht im Heizungsraum! Klar, im ersten Moment bietet er Vorteile, jedoch ist diese Umgebung eher ausrüstungsfeindlich (Ruß, Staub..). Je nach Art der Heizung kann sich Ozon bilden und dieses beschädigt eure Manschetten etc.


3. Defekte suchen und beheben!

Während dem Reinigen der einzelnen Teile, werden euch bereits manche Defekte ins Auge gefallen sein. Diese gilt es zu sichten und wenn möglich zu beheben. Ist eine Reparatur ausgeschlossen, weiter zu Punkt 4. Interessant sind grundsätzlich alle Kunststoffteile. Diese können durch Sonneneinstrahlung und andere Einflüsse porös geworden sein. Sind meine Manschetten ok? Hat meine Anzug Risse oder Löcher? Ist das Maskenband noch elastisch? Bei dieser Beschäftigung vergeht schon mal die ein oder andere Stunde. Alle beweglichen Teile sollten auf ihre Funktion überprüft werden!


4. Geld ausgeben!

Zum Schluss landen wir bei einer der häufigsten Tätigkeiten im Tauchsport. Hat man alle defekten Teile aussortiert, muss man sie auch ersetzen. Über den Winter bleibt genug Zeit diverse Angebote zu vergleichen und man muss somit keine Schnellkäufe machen. Auch das ein oder andere Wunschstück wird jetzt bereits für die nächste Saison angeschafft und dafür ein anderes Teil vielleicht weiterverkauft. An dieser Stelle würde ich auch anführen, dass es die beste Zeit ist, Tauchurlaube zu planen, jedoch würde ich euch in diesen Zeiten anraten, eher zu träumen als zu planen!

Ich hoffe, die Tipps haben den ein oder anderen dazu veranlasst, mal kurz in den Keller zu gehen…

Bleibt nass, tief und dreckig!


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